Reines Theaterstück — ohne Dinner, ohne Menü
Nach dem großen Erfolg unserer drei Open-Air-Abende im August im Kurgarten Tegernsee kommen die beiden Stücke Amtsgericht 1877 — Der Fall der geköpften königlichen Hühner und Amtsgericht 1878 — Die Haberfeldtreiber zurück nach Tegernsee: als Gastspiel im Kulturzelt, überdacht, beheizt, wetterfest. Gleicher Ort, gleiches Ensemble — nur friert diesmal niemand. Zwei Abende, an denen jeweils beide Fälle gespielt werden. Das ist unser Krimidinner ohne das Dinner — am Stück gespielt, kein Menü zwischen den Szenen. Zu essen und zu trinken gibt es trotzdem, dafür sorgt das Tegernseer Volkstheater im Zelt.
Beide Stücke spielen wir sonst getrennt, jeweils mit Menü. Hier laufen sie an einem Abend — als reines Theaterstück, zwei Stunden zehn Minuten mit Pause.
Jemand hat den königlichen Hühnern die Köpfe abgeschlagen. In einem kleinen niederbayerischen Städtchen ist das keine Kleinigkeit, sondern eine Sache für das Gericht. Auf der Anklagebank landet Hofverwalter Ferdinand Fuchs — wider Willen, wie er beteuert; er sei ja nur zufällig in der Nähe gewesen.
Sieben Zeugen werden gehört. Sieben Zeugen widersprechen sich, verheddern sich in den eigenen Aussagen und belasten am liebsten den jeweils anderen. Der Richter ringt um Ordnung, der Gendarm um Haltung — und das Publikum hört mit, was in so einem Dorf sonst hinter vorgehaltener Hand bleibt.
Wer war es? Das klärt sich. Nur anders, als alle gedacht haben.
Ein Jahr später. Die Scheune des Sebastian Lumpinger ist niedergebrannt, und dahinter stecken die Haberfeldtreiber — jene vermummte Truppe, die im Oberland nachts ihr eigenes Gericht hielt, dort wo das richtige Gericht nicht hinkam. Wer dazugehört, weiß das halbe Dorf. Sagen will es keiner.
Also wird verhandelt. Es wird beteuert, geschworen und geschwiegen. Zwischen Amtsstube und Wirtshaus wird es für die Wahrheit zunehmend eng — und für den einen oder anderen Zeugen ebenfalls.
Ein Fall, bei dem die Zeugen gefährlicher sind als der Täter.
Damit es keine Missverständnisse gibt: Hier gibt es kein Menü zwischen den Szenen. Das ist unsere reine Theaterfassung — gespielt am Stück, ohne Gangfolge, ohne Servieren. Verpflegt wird trotzdem.
Im Sommer hatten wir Glück: Alle drei Open-Air-Abende konnten wir spielen. Kühl war es an zweien davon trotzdem — und im Dezember verlässt man sich auf das Wetter besser gar nicht erst. Das Kulturzelt steht an genau derselben Stelle im Kurgarten, nur eben überdacht und beheizt. Gespielt wird auf jeden Fall, und Sie sitzen im Warmen.
Vor Ort kümmert sich das Tegernseer Volkstheater um die Bewirtung — diesmal mit einer größeren Auswahl an Getränken und kleinen Appetithäppchen, vor der Vorstellung und in der Pause. Sie müssen also weder vorher noch nachher essen gehen.
Gespielt wird von unserem professionellen Ensemble — dieselben Darsteller, die Sie im Sommer im Kurgarten gesehen haben. Zwischen den beiden Fällen sind 20 Minuten Pause, Zeit für ein Getränk und eine Kleinigkeit. Kein Mitspielzwang: Sie bleiben Gast und hören zu.
An diesem Nachmittag bekommt das Amtsgericht unerwarteten Besuch: Der Nikolaus steht mit auf der Bühne und spielt mit. Was er mitbringt, verraten wir vorher nicht.
Und keine Angst: Der Nikolaus bleibt auf der Bühne. Niemand wird nach vorne geholt, niemand muss etwas aufsagen, niemand wird vorgeführt. Sie sitzen, schauen zu und lachen — wie an jedem anderen Abend bei uns.
Am Nikolaustag ist am Tegernsee einiges los. Deshalb der frühe Beginn: Der Abend gehört danach noch Ihnen.
Zwei Abende im Kulturzelt im Kurgarten Tegernsee — Theaterkarten ohne Dinner, im Preis ist kein Menü enthalten. Ein Klick führt direkt zur Buchung im Ticketshop.
Großherzogtum Launstein-Pricknitz, 1901: Das Volk begehrt auf, und die Regierung steht plötzlich ohne Ministerpräsidenten da. Was folgt, ist ein humorvolles Intrigenspiel um Macht und Einfluss — oder, wie der Volksmund sagt: Katz und Maus im Herrenhaus.
Das Tegernseer Volkstheater bringt seit 1898 Komödien und bayerische Volksstücke auf die Bühne, heute unter der Leitung von Andreas Kern. Andere Truppe, anderes Stück, gleiche Adresse.
Karten für diese Vorstellungen gibt es direkt beim Tegernseer Volkstheater, nicht bei uns — ein Klick auf den Termin führt dorthin. Alle Termine des Tegernseer Volkstheaters →
Zwei Fälle, ein Abend, 21 bis 23 € — im beheizten Kulturzelt im Kurgarten Tegernsee. Reines Theater, ohne Dinner.